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10 Wege Sport ganz einfach in deinen Alltag einzubauen – ohne wirklich „Sport zu machen“

Ich schwöre, ich habe es versucht – immer wieder, wirklich. Die Sache mit dem „Sport machen“. Ich habe Fitnessstudio-Mitgliedschaften abgeschlossen, habe mir zuhause YouTube Videos von Pamela Reif angeschaut, Apps runtergeladen und mir als Motivation neue Sportoutfits bei Zalando bestellt. Ich folge sogar 5 verschiedenen Sport-Accounts bei Instagram. Wenn das nicht als echter Wille durchgeht, dann weiss ich auch nicht.

Aber es will einfach klappen mit der Zugehörigkeit zum „Ohne Sport fehlt mir was“-Club. Ich komme auch ziemlich gut ohne klar. Aber dass ich das eigentlich was machen sollte ist mir schon bewusst und mit jedem Lebensalter mehr fängt auch mein Körper immer mehr an, meine „Sport ist nichts für mich“-Einstellung auch sichtbar zu machen.

Trotzdem habe ich beschlossen damit zuzuhören, mir weiterhin ein schlechtes Gewissen einzureden und Bewegung mit etwas zu verbinden, das ich machen muss, aber eigentlich nicht will. Denn eigentlich bewege ich mich gerne, nur halt einfach nicht in vorgegeben Choreographien, Zeiträumen und ohne sinnvolles Ziel. Oder um Elijah Woods in The Faculty zu zitieren:

„I don’t think that a person should run unless he’s being chased.“

Ich habe deswegen einen anderen Weg für mich gefunden: Alltagssport. Das bedeutet, dass ich mehr Bewegung mit Dingen verbinde , die ich sowieso machen muss oder die mir einfach Spaß machen. 

Damit werde ich sehr wahrscheinlich keinen Six-Pack aufbauen können, aber wenigstens werde ich damit ein paar ungeliebte Pfunde los, habe kein schlechtes Gewissen mehr, fühle mich besser und mache damit etwas für meine körperliche und mentale Gesundheit. Hier sind meine 10 Tipps, wie du mehr Bewegung und Sport ganz einfach in deinen Alltag einbaust, ohne dass es sich nach Sport anfühlt.

1. Step by Step…ooh baby aka. Treppen laufen

Hand hoch, wer mitsingen kann! Zuerst der schon oft gepredigte, aber auch sehr einfach anzugewöhnende Schritt. Gewöhne dir an, anstatt Aufzügen und Rolltreppen grundsätzlich die gute alte Treppe zu benutzen. Das bringt nicht nur deinen Kreislauf in Schwung, sondern trainiert neben der Kondition auch Po, Waden und Oberschenkel. Oben angelangt, kommt noch eine kleine Portion Stolz dazu.

2. Eine Station früher aussteigen

Schon mal daran gedacht, zwei bis drei mal die Woche eine Station früher aus der Bahn oder dem Bus auszusteigen? Besonders eignet sich dies auf dem Weg zur Arbeit oder nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg, weil die zusätzliche Bewegung und frische Luft den Kopf frei macht. Außerem erkundest du die Umgebung zu Fuß besser. Vielleicht kannst du  ab und zu sogar den gesamten Weg zu Fuß machen und dir dabei das Ticket sparen.

 

3. Plank während dem Vorspann deiner Lieblingsserie

Sporteinheit mit direkter anschließender Belohnung. Schaust du abends auch immer deine Lieblingsserie. Wie wäre es, wenn du am Anfang deines Serienmarathons beim ersten Vorspann einen Plank machst? Dafür eignet sich der Vorspann von Friends zum Beispiel total gut. 40 Sekunden lang Monica, Chandler, Ross, Phoebe, Rachel und Joey beim Rumtanzen zugucken und dabei den ganzen Körper trainieren, check. Alternativ kannst du auch Kniebeugen oder Sit-Ups machen und dich danach wieder entspannt in den Sessel zurückfallen lassen.

4. Schnelles Aufräumen

Anstatt langsam, gelangweilt und mit null Bock deine Wohnung aufzuräumen, versuch doch mal ab und zu daraus eine Sporteinheit zu machen und ein paar Gänge höher zu schalten und schnell zu machen, sodass du beim Staubsaugen, Bodenwischen, Sachen aufräumen oder Fensterputzen so richtig ins Schwitzen kommst. Dabei verbrennst du mehr Kalorien und hast lästige Hausarbeiten schneller hinter dir.

5. Erkunde deine Stadt mit dem Fahrrad

Ich besitze ein altes, klappriges Hollandrad, aber es hat eine bunte Klingel und ein Körbchen und ich liebe es. Vor allem habe ich Sportmuffel ein neues Hobby für mich entdeckt: Stadtteile abfahren, die ich noch nicht kenne. Und davon gibt es in Köln tatsächlich einige, obwohl ich schon seit über 13 Jahren hier wohne. Was beim Fahrradfahren motiviert: Du hast ein Ziel und du kommst schnell voran, außerdem kannst du zwischendurch einfach mal gemütlich im Leerlauf die Straße entlangtingeln und ohne es zu merken, hast du dich zwei Stunden lang bewegt. Ich habe mir eine Liste an Stadtteilen gemacht, die ich mal mit dem Fahrrad erkunden will und mir das Buch 111 Orte, die man in Köln gesehen haben muss gekauft (gibt es auch für andere Städte, z.B. hier) und bin echt erstaunt, wie viele schöne Fleckchen es in dieser Stadt gibt, die ich vorher gar nicht kannte.

 

6. Coffee date to go

Wie wäre es, wenn du dich mit deiner Freundin mal zum Spazieren gehen, anstatt ins Café verabredest – den Kaffee to go kannst du ja trotzdem mitnehmen. Ein bisschen durch die Straßen eurer Stadt zu schlendern, neue Dinge zu entdecken und dabei zu quatschen ist auch ziemlich schön und du trainierst den Cappuchino direkt wieder ab.

7. Home Clubbing

Wann bist du das letzte mal zu deinem Lieblingssongs in deiner Wohung rumgetanzt? Wird mal wieder Zeit. 10 Minuten neue Dance moves vor dem Spiegel üben oder wild durchs Wohnzimmer zu tanzen ist eine ordentliche Ausdauereinheit und setzt außerdem eine große Portion Glückshormone frei.

Dance like no one is watching, because no one is watching.

8. Dem Paketboten entgegenlaufen

Wohnst du auch in einem oberen Stockwerk wie ich? Wie wäre es dann, wenn du das nächste Mal, anstatt den Paketboten hochlaufen zu lassen, selbst runterläufst und dein Paket unten entgegennimmst oder dem Flaschenpost-Boten die Leergutkästen nach unten bringst? Ist nicht nur Training, sondern bringt dir auch Karma-Punkte und ein Lächeln des Paketboten ein.

 

9. Active Coffee

1-Minute Speed Krafttraining: Während der Kaffee durch die Maschine läuft: Mache ein paar stehende Liegestütze an der Arbeitsplatte, Kniebeugen oder halte eine Yoga-Position. Danach schmeckt der Kaffee noch besser.

10. Wall Sits beim Zähne Putzen

Beim Zähneputzen wird dir immer langweilig? Wie wäre es, wenn du die Zeit sinnvoll nutzt und während der 2-3 Minuten Wall Sits machst? Wall Sits (also Sitzposition mit dem Rücken an der Wand) trainieren den ganzen Körper und fördern deine Stabilität und Haltung. Sie sind super einfach während des Zähnesputzens durchzuführen, weil du dich hierbei nicht bewegst.

Versuche ein paar dieser Übungen in deinen Alltag einzubauen. Wichtig dabei ist, dass du sie regelmäßig machst und sie so zu einer Gewohnheit werden, über die du gar nicht mehr nachdenken musst. So kannst du auch als Sportmuffel beweglich und fit bleiben.

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