REISEN

6 Gründe, warum du alleine einen #STÄDTETRIP machen solltest

Wenn man Leute nach ihren Hobbys fragt, dann gibt es diese eine Standardantwort, wenn man eigentlich keine wirklichen Hobbys hat: Reisen.

Um mein persönliches Pseudohobby nicht ganz so pauschal klingen zu lassen, konkretisiere ich es ein bisschen:

Alleine Städtetrips machen.

Denn das ist wirklich etwas, was ich regelmäßig und wirklich gerne in meiner Freizeit tue – und es formt mein Selbstbild und meine Persönlichkeit. Ich nehme an, das geht als Hobby-Definition durch.

Meine ersten Städtetrips im Alleingang sind zufällig entstanden. So wie mein erstes Wochenende in Berlin, auf das mich eigentlich eine Freundin begleiten und dann wegen eines neuen Schwarms abgesagt hat. Ich bin trotzdem hingeflogen und es war großartig. Nicht weil alles glattgelaufen wäre. Ich habe in den ersten zwei Stunden mein Handy verloren, habe mich in Charlottenburg verlaufen und bin am 01. Mai ziellos und alleine durch Kreuzberg gelaufen ohne Anschluss zu finden.

Mein Handy habe ich wiedergefunden und zusätzlich ein Stück Glauben an die Menschheit (jemand hat sich tatsächlich die Mühe gemacht die Nummer meiner Mutter in meinem Telefon zu suchen und anzurufen) und vor allem Selbstvertrauen, dass ich weder Google Maps noch eine Begleitung brauche, um in einer fremden Stadt zurechtzukommen.

Von Jahr zu Jahr habe ich mich immer häufiger bewusst dazu entschieden, Städtetrips im Alleingang zu machen, und das aus folgenden Gründen:

1. DU MUSST KEINE KOMPROMISSE MACHEN

Du gehst essen wann und wo du willst, kannst es dir mit einem Buch in einem Café gemütlich machen, ohne abgelenkt zu werden und wenn du einfach nur shoppen gehen oder den restlichen Nachmittag damit verbringen möchtest, auf dem Hotelzimmer Netflix zu schauen…go for it. Du machst genau das, was du willst und in dem Tempo und der Intensität wie es dir am besten passt. Das bedeutet: Mehr Erholung, weniger Stress.

2. DU LERNST DIE STADT SCHNELLER KENNEN

Wenn man zu zweit reist, passiert es schnell, dass man sich auf den anderen verlässt oder durch Gespräche abgelenkt wird, von dem, was um einen herum passiert. Auf dich allein gestellt, hast du die Möglichkeit viel schneller in die Stadt einzutauchen, den Stadtplan genauer zu studieren, den Weg selbst zu finden. Man erkennt dich weniger als Tourist und du bekommst schnell das Gefühl Teil der Stadt zu sein.

3. DU LERNST SCHNELLER LEUTE KENNEN

In der Regel ist es so: Ja, wir Alleinreisenden haben kein Problem mit dem Alleine sein, wir genießen es, we´re independent women. Und trotzdem freut sich jeder über ein nettes Gespräch, ein Lächeln und die Möglichkeit sich auszutauschen. Du wirst erstaunt sein, wie schnell das geht, wenn du Offenheit ausstrahlst. Klar spricht dich keiner an, wenn du dich im Café stark beschäftigt hinter deinem Laptop versteckst oder im Hostel nicht Hallo sagst.

Wenn du dich nur traust, die Leute anzuschauen und den ersten Satz zu sagen, geht der Rest wie von selbst (auf meiner Reise in Thailand musste ich sogar darauf achten, dass aus den vielen neuen Bekanntschaften nicht plötzlich eine feste Reisegruppe wird). Am einfachsten ist das natürlich mit Leuten, die in einer ähnlichen Situation sind wie du. Wenn im Café Leute neben dir sitzen, die offensichtlich auch Touristen sind, frag doch einfach mal, wo sie herkommen oder wie der Kuchen schmeckt.

 

4. DU WIRST SELBSTBEWUSSTER

Was glaubst du was es mit dir macht, dem Kellner zu sagen, dass du einen Tisch für dich allein möchtest, den Weg ohne Google Maps und fremde Hilfe wieder zurück ins Hotel zu finden, den wunderschönen Ausblick auf die Stadt zu sehen und dabei für dich allein zu lächeln, bestaundende Blicke von anderen zu bekommen und selbst zu entscheiden, wann du wo hingehen willst? Es macht dich selbstbewusster!

 

5. DU LERNST DICH BESSER KENNEN

Mit dir alleine zu sein, bringt dich dir selbst näher. Im Alltag sind wir ständig von anderen umgeben, gehen Kompromisse ein, richten uns nach den Bedürfnissen anderer. Wenn du alleine in den Urlaub fährst, zählt nur, was dir wichtig ist, um dich wohlzufühlen. Es ist niemand da, den du fragen kannst, was er denn machen will, um dich vor eigenen Entscheidungen zu drücken. Das kann teilweise sogar etwas anstrengend sein, so ohne Alltag, in einer neuen Situation alle Entscheidungen alleine immer aufs Neue zu treffen. Und manchmal wirst du auch ziellos durch die Gegend laufen, auf der Suche nach was zu Essen, weil du dich nicht entscheiden kannst (so geht es mir jedenfalls manchmal) – aber zum Schluss, beschäftigst du dich mit den Dingen, die dir wirklich gefallen.

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