JOB UND KARRIERE

How she does inspire me – Als Fotografin arbeiten mit Daria

Daria ist eine dieser Frauen, die dich mit staunenden Augen und einem „Wow“ zurücklässt – wegen all der Energie, der Echtheit ihres Wesens und ihrer Unbekümmertheit. Eine dieser Personen, die du nicht vergisst – Ich werde sie außerdem auch nicht vergessen, weil sie immer von meinem Essen probieren wollte.

Das erste Mal als ich sie treffe, ist auf Koh Tao, in Thailand. Die Insel, von der ich irgendwie nicht wegkomme, obwohl ich eigentlich nur drei Tage bleiben wollte. Ich bleibe, nicht nur wegen der Schönheit und Entspanntheit der Insel, sondern weil ich hier eine Gruppe von Menschen treffe, mit denen ich all das gerne gemeinsam genieße. Daria ist eine davon.

Selbstständige Fotografin aus Nürnberg, immer hungrig und in love with life.

Sie erzählt mir, dass sie in den Wintermonaten häufig auf Reisen geht. Nicht um von der Arbeit wegzukommen, sondern vom deutschen Wetter. Im Gepäck ist immer ihre Canon dabei, auch wenn sie nicht beruflich unterwegs ist. Daria verkörpert das, was wohl alle Fotografen vereint:

Wenn der Beruf kein Job ist, sondern eine Leidenschaft.

Vielleicht stellst du dir jetzt die gleiche Frage wie ich, als mir Daria das erste Mal von ihrem Beruf erzählt hat.

Wie schafft man es , sich als Fotografin selbstständig zu machen – und nebenbei für mehrere Monate im Jahr zu verreisen?
 
First things first, erzähl mal, was du genau beruflich machst?

Ich bin 25 und arbeite als selbstständige Fotografin in Bayern. Zu meinen Lieblingsmotiven gehören vor allem Hochzeiten und Portraits.

Auf Reisen fotografiere ich am liebsten Momentaufnahmen, sei es von der Kultur, den Menschen oder interessane Kleinigkeiten, die ich vor die Linse bekomme. Motive zum Fotografieren findet man überall.

 
Warum hast du dich auf  Hochzeitsfotografie spezialisiert?

Hochzeiten geben mir die kreative Freiheit das machen zu können was ich wirklich möchte, ich arbeite komplett frei und das Paar vertraut dabei meiner Kreativität und meiner Erfahrung. Das macht mich wirklich glücklich. Ich kann die Reportage so gestalten wie es mir gefällt, mit Licht so arbeiten wie ich mag und dabei auch noch zwei glückliche Menschen noch glücklicher machen. Jeder auf Hochzeiten ist immer happy (meistens) und das färbt auch auf mich ab.

 
Fotografieren ist für dich nicht nur ein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Ab wann wusstest du, dass du Fotografin werden willst?

Das ging eigentlich alles recht schnell und ohne viel Plan. Ich hatte schon beim Kauf meiner ersten Kamera so ein Gefühl, dass das Ganze etwas für mich sein könnte. Dann habe ich drei Jahre lang eine Lehre in der Verwaltung gemacht, nebenbei aber ständig fotografiert.

An sich habe ich nicht wirklich nachgedacht wie es damit weitergeht. Es hat mich einfach nicht losgelassen. Ich habe weiter fotografiert und immer mehr dazugelernt, bis mir irgendwann klar wurde, dass es das ist, was ich auch beruflich machen will.

 
Wie hast du angefangen? Was waren die ersten Schritte?

Ebay, 2010, eine Versteigerung einer Canon Eos 400D.

Ich war bei einer Freundin zuhause und bot einfach mal mit drauf los. Meine Schwester hat sich einige Monate davor ihre erste Kamera gekauft und irgendwie wollte ich das auch mal ausprobieren.

Das war der erste Schritt: Einfach machen.

Mit dieser Kamera fotografierte ich nur einige Monate und bin dann auf eine Canon 5d umgestiegen. Dabei habe ich von Anfang an fast ausschließlich Menschen fotografiert. Ich würde sagen, dass Menschen mein Lieblingsmotiv sind.

Ist es schwer, sich als selbstständige Fotografin zu etablieren? Wie kommst du an Aufträge?

Ich denke ein Fotograf der kreativ bleibt, mit der Zeit mitgeht und dazu noch weiß, wie man mit seinen Kunden umgeht, immer an Aufträge kommen wird. Klar ist das auch eine Frage des Netzwerks.

Die meisten meiner Kunden kommen durch Empfehlungen, Google, Facebook und Instagram. Ungefähr in dieser Reihenfolge.

Welches Equipment sollte man sich für den Anfang besorgen?

Welche Kamera man benutzt ist eigentlich erst mal egal, das Objektiv macht den Unterschied.

Ich startete mit 50mm 1.4 und dieses kleine Objektiv ist immer noch in meiner Tasche.

Mittlerweile fotografiere ich mit Canon 5d Mark III. Meine Lieblingslinsen sind Canon 35mm 1.4 und Canon 85mm 1.2.

 
Von Selbstständigen hört man immer, wie schwer es ist, sich eine Auszeit zu nehmen und Urlaub zu machen. Du reist aktuell mehrere Wochen durch Südostasien, wie schaffst du es, dir eine so lange Auszeit zu nehmen?

Die Hochzeitsfotografie ist eine typische Saisonarbeit. Ich arbeite von Mai bis Oktober und habe danach frei.In dieser Zeit treffe ich mich mit oft Kunden für das kommende Jahr, reise, oder genieße es, einfach mal zuhause zu sein.

Ich liebe mein Zuhause, deswegen ist es mir schon wichtig, nicht die gesamte Winterzeit im Ausland zu verbringen. Sonst würde ich wohl meine Familie, Freunde und Hobbys zu sehr vermissen.

 
Tacheles: Wie viel verdient man durchschnittlich als selbstständige Fotografin? Ist es am Anfang schwer sich „über Wasser“ zu halten?

Von Mai bis Oktober sieht meine Woche so aus:

Montag – Donnerstag: Bildbearbeitung

Freitag: Kürzere Shootings

Samstag: Shootings und Reportagen ab acht Stunden

Sonntag: frei

Die Krankenkassenbeiträge und die Steuer ist in Deutschland bekanntermaßen nicht gerade niedrig, man sollte schon einen Plan haben wie man das ganze abdecken kann. Wie viel man genau verdient, hängt stark davon ab wie viele Aufträge man bekommt und wie hoch die Ausgaben sind. Bei mir starten 8-Stunden Reportagen bei 2300,- EUR.

 
Was sind deine Tipps für jemanden, der sich mit Fotografie selbstständig machen will?

Fotografieren, Fotografieren, Fotografieren und das am besten immer und jeden Tag. Nur so lernt man dazu und baut sein Portfolio auf.

Man sollte mit Licht umgehen können und noch wichtiger, mit Menschen.

Auf Hochzeiten hat man auch schon mal 12-Stunden Tage, um das durchzuhalten, halte ich mich mit Sport fit.

Jeder Fotograf entwickelt im Laufe der Zeit seinen eigenen Stil. Trotzdem ist es wichtig, bereit zu sein, Neues zu lernen und auszuprobieren. Die Fotografie ist immer im Wandel. Erfolgreich ist man nur, wenn man selbst nicht stehen bleibt.

Und zuletzt: Wie würdest du dich selbst in drei Worten beschreiben?

Drei Worte reichen nicht, aber am meißten wohl:

Leicht zu begeistern

Unkompliziert

Ehrlich

Wenn du Daria als Fotografin buchen willst, schau auf ihrer Seite vorbei:

https://www.dariagleich.net/

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