JOB UND KARRIERE

ERSTER BÜROJOB? – DIESE BEGRIFFE MUSST DU KENNEN

Geschafft! Du hast deinen ersten richtigen Job ergattert, in einem Büro, mit eigenem Schreibtisch – check!

Die erste Woche in einem neuen Job kann ganz schön überfordernd sein. Nicht nur, dass du dir all die Namen deiner neuen Kollegen merken musst, dich erreichen plötzlich auch E-Mails und Nachrichten mit Begriffen, von denen du vorher noch nie was gehört hast. BCC, ASAP, EOM…WTF?

 

No worries, we´ve got you!
Hier sind die 20 wichtigsten Begriffe und Akronyme, die dir auf jeden Fall im Büro begegnen werden, vor allem wenn du in der Online-Branche arbeitest, schnell und leicht erklärt:

ABLAGE P

Ein alter Bürowitz. P steht für Papierkorb. Wenn also etwas in Ablage P eingeordnet wird, ignoriert man es dauerhaft oder es fällt direkt dem delete-Knopf zum Opfer.

ALL TIME HIGH

Wenn deine Chefin in der Jahresversammlung ein All Time High ankündigt, bedeutet das nicht, dass ihr bald alle gesammelt nach Amsterdam fahrt, sondern dass das Unternehmen ein Rekordergebnis erzielt hat – auch schön.

ASAP

As Soon As Possible, zu deutsch: „So bald wie möglich“ oder eigentlich gerne „bis gestern“. Ergebnisse, die asap vorliegen sollen, sind also wichtig und dringend.

B2B & B2C

Die beiden Akroyme beschreiben die einzelnen Parteien in Geschäftsbeziehungen.

B2B, also Business to Business. drückt die Kommunikation und Handelsbeziehung zwischen zwei Unternehmen aus.

B2C, Business to Consumer, beschreibt die Beziehung zwischen Unternehmen und den Endverbrauchern als Zielgruppe.

So sind die Marketingmaßnahmen unterschiedlich, je nachdem ob man die Zielgruppe Unternehmen oder Privatperson ansprechen möchte.

BENCHMARK

Benchmarking ist eine Methode, mit deren Hilfe Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte mit denen ihrer besten Wettbewerber vergleichen. Was macht die Konkurenz besser als wir, wie stehen wir im Wettbewerbsvergleich da? Die erfolgreichsten „Best Practices“ werden dann als Benchmark, also als Maßstab genommen, um die eigenen Prozesse zu verbessern.

BTW

BTW, also „By the way“ bedeutet „übrigens“ und wird meist an das Ende einer E-Mail gepackt, um zusätzliche Informationen einzufügen. Ein modernes P.S. sozusagen.

Beispiel:

Liebe Anna,

kannst du mir die Jahrespräsentation schicken?

BTW: Es steht Kuchen in der Küche

BREAK EVEN

Der Break Even ist der Punkt, ab dem ein Unternehmen schwarze Zahlen scheibt, also keinen Verlust mehr macht. Wird diese Gewinnschwelle überschritten, macht das Unternehmen Gewinn. Das Ziel eines jeden Berliner Start-Ups sozusagen.

BRIEFING

Ein Briefing ist eine Einweisung in eine Aufgabe oder ein Projekt. Zum Beispiel bekommst du von einem Kunden ein Briefing mit einer Zusammenfassung des Auftrags. Oder du briefst deinen Kollegen, vor dem Kundenmeeting, mit den wichtigsten Fakten zum Projekt.

Ein Debriefing ist dagegen eine Nachbesprechung.

CASH FLOW

Auch wenn es der Name suggeriert und der Begriff einem Hip Hop Song entspringen könnte, geht es hier nicht darum, dass das Geld in Strömen fließt. Der Cash Flow beschreibt das zur Verfügung stehende Geld eines Betriebs.

CC & BCC

Der Begriff CC stammt noch aus der Zeit der Kohlepapier-Durchschlag-Ära und bedeutet Carbon Copy. Im E-Mail-Verkehr bedeutet das, dass du dieselbe E-Mail an mehrere Empfänger sendest, wobei es neben dem Hauptempfänger, einen oder mehrere „Nebenempfänger“ gibt, die in CC gesetzt werden. Die Personen, die du in einer Mail als CC Empfänger setzt, sollen zwar informiert werden, müssen aber nicht unbedingt antworten.

Eine weitere Versandfunktion ist „BCC„. Das wiederum steht für „Blind Carbon Copy“ – also eine heimliche Kopie, von der die einzelnen Empfänger nichts merken. Diese Funktion ist sinnvoll, wenn du dieselbe E-Mail an mehrere Empfänger sendest, deren Mailadressen nicht öffentlich weitergeleitet werden sollen (z.B. Presseverteiler).

CONVERSION

Der Begriff kommt aus dem Online-Marketing und drückt eine Art Umwandlung eines Interessenten in einen echten Käufer, Newsletterabonennten oder Teilnehmer aus.Wir verstehen darunter also jede gewünschte Handlung der Zielgruppe, die das Unternehmen, durch bestimmte Maßnahmen herbeiführen will.

Je höher die Conversion Rate, desto erfolgreicher ist die Maßnahme, die das Unternehmen eingesetzt hat.

CPM, CPC

Wer in der Werbe- oder Marketingbranche arbeitet, dem werden diese beiden Begriffe sehr häufig unterkommen. CPM und CPC sind die beiden geläufigsten Kostenmodelle in der Onlinewerbung.

CPM steht für Cost Per Mille, also die Kosten pro 1000 Impressions . CPM macht als Kostenmodell immer dann Sinn, wenn es grundsätzlich erstmal um Sichbarkeit und Aufbau von Markenbekanntheit geht. Ihr wollt, dass eure Anzeige möglichst oft gesehen wird.

CPC steht für Cost Per Click, also die Kosten für jeden Klick, der auf die Werbeanzeige gemacht wird. CPC macht als Kostenmodell immer dann Sinn, wenn es grundsätzlich darum geht eine bestimmte Handlung der Zielgruppe zu erreichen und damit Conversions zu generieren, wie zum Beispiel der Besuch eurer Website oder der Kauf eines beworbenen Produktes.

CTA

Wenn mal wieder keiner auf den Newsletter geklickt hat, lag das vielleicht daran, dass der CTA falsch gesetzt war. CTA steht für Call-To-Action und ist eine Handkungsanforderung im Marketing. Das kann zum Bespiel der „Jetzt kaufen“ Button im Onlineshop oder der „Vereinbare hier unverbindlich einen Termin“ Aufruf im Online-Newsletter sein. Folgt der Nutzer dem Aufruf wird eine Conversion generiert.

EOM

Peinliche Beichte: Als ich EOM das erste mal in einem E-Mail-Betreff gelesen habe, dachte ich es wäre als Laut gemeint gewesen. Im Sinne von: „Eooooom, keine Ahnung.“

Dabei bedeutet EOM nichts anderes als End Of Message. Die gesamte Nachricht steht damit schon im Betreff. Du musst die Mail nicht aufmachen, weil sie leer ist.

Zum Beispiel: Es steht Kuchen in der Küche  *EOM  oder: Komme etwas später *EOM

FYI

For Your Interest/Information – Mit diesem Kürzel im Betreff oder am Ende einer Mail werden dir Informationen weitergeleitet, die für dich interessant sein könnten. Du solltest die E-Mail zwar lesen, musst aber nicht unbedingt darauf antworten.

JF

Der Jour Fixe bezeichnet einen wiederkehrenden Termin zu einem festen Zeitpunkt, wie zum Beispiel ein Teammeeting, dass jeden zweiten Montag um 15 Uhr stattfindet.

Der JF bietet die Möglichkeit alle Teammitlieder auf den neusten Stand zu bringen und sich eine Übersicht zu verschaffen, wie Projekte vorangehen.

K

Als ich das erste Mal in einer E-Mail den Satz: „Wir sollten 1k nicht übersteigen“ gelesen habe, hatte ich keine Ahnung, was es bedeutet und wollte googeln. Aber googelt mal den Buchstaben K.

Dabei ist es eigentlich einfach: K ist die Abkürzung für Kilo. Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und steht für 1000. Demnach bedeutet 1k, wenn es um Budgets geht, 1000 Euro.

KPI

Der Begriff bezeichnet Kennzahlen, mit denen die Leistung von Aktivitäten im Unternehmen gemessen wird. KPI´s sind also messbar und dienen dazu zu überprüfen, wie erfolgreich bestimmte Aktivitäten im Unternehmen sind.

Beispiel: Das Jahresziel deiner Abteilung ist, dass die Unternehmenswebsite an Bekanntheit gewinnt und häufiger besucht wird. Dafür hast du dir mehrere Maßnhamen überlegt. An folgenden KPI´s kann geprüft werden, ob deine Maßnahmen erfolgreich sind: Anzahl der Besucher der Seite im Monat, Verweildauer der User auf der Seite, Newsletteranmeldungen, Klickrate und Anzahl der wiederkehrenden Besucher.

Die KPI´s werden regelmäßig überprüft, um gegebenenfalls Maßnahmen anzupassen.

MONETARISIEREN

Monetarisieren bedeutet etwas zu Geld machen und ist daher ein wichtiger Begriff in der Wirtschaft. Wenn du also eine gute Idee für ein neues Projekt oder eine Dienstleistung hast, solltest du dir vor der Präsentation vor deiner Chefin immer die Frage stellen „Wie kann man das monetarisieren?“ Wir machen das Ganze ja schließlich nicht zum Spaß.

OOO

In den meisten professionellen Mailprogrammen kannst du einen „Out of Office“ Status einstellen. Das bedeutet, dass für den eingestellten Zeitraum, jeder, der dir eine E-Mail schreibt, eine automatisierte Nachricht über deine Abwesenheit mit dem Betreff „OoO“ erhält.

OUTSOURCING

Werden bestimmte Prozesse und Dienstleistungen nicht inhouse erledigt, sondern an externe Dienstleister ausgelagert, werden sie outgesourct (ja das ist die richtige Schreibweise).

STAKEHOLDER

Alle Interessengruppen, die mit dem Unternehmen zu tun haben, beschreibt man als Stakeholder. Also Kunden, Geschäftspartner, Presse und auch Mitarbeiter,  die von den Aktivitäten den Unternehmens beeinflusst werden bzw. das Unternehmen durch ihr Handeln beeinflussen. Um erfolgreich zu sein, sollte ein Unternehmen bei der Planung von Maßnahmen, alle Stakeholder im Blickfeld haben.

TBA

Das Akronym für „to be anncounced“ wird als Platzhalter in Termin- oder Eventplanungen verwendet, wenn das Datum, Thema, Speaker oder Location noch nicht feststehen.

USP

Die Unique Selling Proposition fasst zusammen, was dein Unternehmen oder Produkt besonders macht und von Wettbewerbern unterscheidet.  Es ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüberder Konkurenz und beantwortet demnach die Frage „Warum soll ich gerade bei Ihnen kaufen?“. Der Begriff wird dir vorallem im Marketing begegnen.

Jetzt kennst du die gängigsten Begriffe, die dir im Büro und beruflichen E-Mail Verkehr begegnen werden.

Es ist wichtig, die Begriffe zu kennen, um mitreden zu können und nicht dumm aus der Wäsche zu gucken, wenn dich jemand fragt, ob du asap die KPI´s in das Briefing aufnehmen kannst.

Aber keine Sorge, es bedeutet nicht, dass du all die Abkürzungen und Fachbegriffe ständig und in allen Situationen verwenden musst. „Use in moderation“ ist hier das Stichwort. Wer mit Anglizismen und Online-Marketing-Akronymen um sich wirft wie mit Konfetti, wirkt nicht mehr smart, sondern nur so, als würde er besonders smart wirken wollen.

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