JOB UND KARRIERE

15 Dinge, die du bei der Arbeit machen kannst, wenn du nichts zu tun hast

Langeweile bei der Arbeit?

Es gibt Tage im Büro, da kommst du extra eine Stunde früher ins Büro, isst dein Mittagessen am Schreibtisch, versuchst die Präsentation rechtzeitig fertig zu machen und rennst von Meeting zu Meeting. Nur damit dir mitten in der Nacht einfällt, dass du vergessen hast, den Konferenzraum für den wichtigen Kundentermin am nächsten Morgen zu buchen.

Und dann gibt es Tage – auch wenn wir es nie zugeben würden – an denen du bereits um 14:25 Uhr alle E-Mails abgearbeitet und die Präsentation für das Kundenmeeting abgeschickt hast. Tage, an denen du deine Wunschliste bei Zalando updatest und nur zum Drucker läufst, um beschäftigt auszusehen. Wer kennt das?

Du könntest den restlichen Nachmittag damit verbringen, heimlich auf dem Computer Candy Crush zu spielen und dich darüber ärgern, wie unsinnig die festgelegten 9-Stunden Tage im Büro sind (mal ehrlich, so unsinnig). Du kannst die Zeit aber auch für produktive Dinge nutzen, für die du sonst nie Zeit hast, die dich in deinem Job und persönlich voranbringen und die sogar Spaß machen.

Hier kommen Dinge, die du bei der Arbeit machen kannst, wenn dir langweilig ist

1. E-Mails sortieren

Es gibt Leute, die sortieren jede E-Mail sofort in einen Ordner ein und es gibt Leute, die haben nicht mal E-Mail Ordner. Ich bin irgendwo dazwischen – ich habe Ordner, sortiere aber nie was rein. Schritt 1, wenn du keine Ordner hast, leg dir welche an (zum Beispiel nach Kunden sortiert, oder nach Projekten) und Schritt 2. ist es, deine E-Mails der vergangenen Wochen (in meinem Fall Monate) in diese Ordner zu verschieben. Das macht die spätere Auffindbarkeit und die Übersicht über laufende und vergangene Projekte so viel einfacher. Zusatztipp: Ich habe einen Ordner mit dem Titel Inspiration und Ideen. Hier kommen zum Beispiel coole Newsletter oder Designs rein. Und einen Ordner, den ich How To Office benannt habe. Hier ordne ich alle Büro-internen E-Mails ein, falls ich mal nicht mehr weiß, wie man sich ins Intranet einloggt oder die Signatur aktualisiert. Dazu gab es doch bestimmt schon mal eine E-Mail…

2. Desktop bereinigen

Dieser Artikel richtet sich offensichtlich nicht an Leute, die alles sofort einordnen und auf deren Desktop sich nur drei Icons fein säuberlich in der Ecke ihres blauen Bildschirms einreihen. Nein, dieser Artikel richtet sich an alle, die hinter all den abgelegten Screenshots, Entwurf_1 bis Praesentation_5_final den Palmen-Screensaver ihres Desktops nicht mehr erkennen. Weg damit, jetzt!

3. Xing und LinkedIn Profil updaten

Wann hast du das letzte mal reingeschaut? Auch wenn du aktuell nicht nach einem neuen Job suchst, macht es Sinn deine Jobprofile aktuell und interessant zu halten. Endlich hast du Zeit deine Visitenkarte bei Xing zu gestalten oder dein Portfolio auf LinkedIn upzudaten. Ja, das sind Features, die du nutzen solltest.

4. Newsletter Abos abbestellen

Mindestens 30 Prozent deiner täglichen E-Mails sind Newsletter, stimmt´s? Und mindestens 70 Prozent davon ließt du gar nicht, stimmt´s? Du kannst dir zukünftig die Zeit sparen, morgens als erstes 30 Mal auf „Löschen“ zu klicken. Mittlerweile ist das Abbestellen bei den meisten Newslettern sogar ziemlich easy geworden: Entweder oben oder unter in der Mail auf „Abbestellen“ klicken. Done. Ab morgen kannst du die gewonnene Zeit für was Sinnvolleres verwenden, bitteschön.

5. Das nächste Feedbackgespräch mit deinem Chef vorbereiten

Wenn du dich langweilst, ist es vielleicht an der Zeit neue Projekte und mehr Verantwortung zu übernehmen. Überlege dir und schreib dir auf, wie es mit deiner Karriere weitergehen soll, an welchen Projekten du zukünftig arbeiten möchtest, oder ob es nicht vielleicht sogar Zeit für einen Stellenwechsel oder Beförderung wird.

6. Argumente für das nächste Gehaltsgespräch sammeln

Dieses Gespräch sollte mindestens alle zwei Jahre stattfinden. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, sich darauf gut vorzubereiten. Damit du im nächsten Gehaltsgespräch nicht unruhig auf dem Stuhl hin und her rutscht, schreib dir auf, welche Projekte du in den letzten Monaten erfolgreich abgeschlossen hast, wie die Firma von deiner Arbeit profitiert und zukünftig profitieren wird und warum es an der Zeit ist, dein Gehalt dementsprechend anzupassen. Schreib dir ebenfalls eine genaue Summe auf, auf die du hinaus willst. Nächster Schritt: Mach einen Termin mit deinem Vorgesetzten aus. Setze deinen Beyonce-Who-run-the-world-Blick auf, nimm deine Notizen mit (die du am besten auswendiggelernt hast) und rein in die Verhandlung.

7. Schreibtischcontainer aufräumen

Schreibtischcontainer sind diese wunderbaren Dinger, in denen Unterlagen verschwinden und aus denen Schokoriegel rauskommen. Endlich hast du Zeit, um Ordnung zu schaffen und diesen einen Stift wiederzufinden, der beim Drehen die Farbe wechselt. Und wenn du schon dabei bist, wisch doch mal über deinen Schreibtisch und entferne das Make-Up von deinem Telefonhöhrer (ich habe dafür immer feuchte Reinigungstücher in meinem Schreibtischcontainer). Räum auf, aber nicht zu auffällig. Deine Kollegen müssen ja nicht unbedingt mitbekommen, dass du sonst nichts zu tun hast.

8. Ordner strukturieren

Wenn durch den Stress (oder Faulheit) der letzten Wochen alles mögliche auf dem Laufwerk im Ordner „Sonstiges“ gelandet ist oder du bei der Einweisung eines neuen Kollegen selbst nicht mehr weißt wo was liegt, ist es Zeit die Dateien wieder ordentlich abzulegen, in die richtigen Ordner zu verschieben, unnötige Dateien (Praesentation_Kunde_Entwurf5_final) in den Papierkorb zu verschieben und wieder eine übersichtliche Ordnerstruktur zu schaffen. Außerdem bringt es dir ein Fleißkärtchen bei deinen Kollegen ein.

9. Coffee Date mit den Kollegen

Du hast Zeit für eine Kaffeepause? Super, frag doch mal eine Kollegin oder einen Kollegen, mit denen du dich schon länger nicht mehr ausgetauscht hast, ob sie Lust haben, mit dir die Kaffeepause zu verbringen. Networking ist nicht nur außerhalb des Büros wichtig, sondern genauso innerhalb.

10. Netzwerk wiederbeleben

Und wenn wir schon beim Netzwerken sind, wann hast du das letzte Mal deine Korrespondenzen gepflegt und ehemaligen Kollegen oder beruflichen Kontakten Hallo gesagt? Eine kurze Nachfrage wie es denn so geht oder Glückwünsche zu der neuen Stelle per Mail oder über Xing, reichen schon, um sich in Erinnerung zu rufen.

11. Nach Netzwerkevents und Konferenzen suchen

So, und jetzt gehst du noch einen Schritt weiter und suchst nach Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen, die dich beruflich weiterbringen könnten. Finden in deiner Nähe irgendwelche Netzwerktreffen oder Events statt, die du besuchen könntest? Gibt es vielleicht sogar Konferenzen und Messen, bei denen du sinnvolle Infos für dich und dein Unternehmen mitnehmen könntest? Falls eine Teilnahme etwas mehr kostet, aber für dein Arbeitswissen sinnvoll ist, frage deinen Vorgesetzten, ob die Kosten übernommen werden. Für kleinere Veranstaltungen in deiner Nähe empfehle ich Eventbrite.de. Hier findest du eine Übersicht über anstehende Events zu verschiedenen Themen in deiner Stadt, manche davon sind sogar kostenfrei. Eine weitere große Empfehlung von mir: Creative Mornings. Einmal im Monat finden in vielen deutschen Größstädten Creative Mornings statt, bei denen ihr kostenfrei tollen Vorträgen zuhören und nette Leute aus verschiedenen Branchen treffen könnt und es gibt sogar Frühstück. Klick hier, um zu schauen, ob auch Creative Mornings in deiner Stadt stattfinden. Vielleicht hast du ja auch Lust, selbst auf einem Creative Morning vorzutragen oder dein Unternehmen bietet die eigenen Räumlichkeiten als Eventlocation an.

12. Liste mit inspirierenden Büchern, TedTalks, Social Media Kanälen und Podcasts erstellen

Anstatt am Wochenende Netflix zu bingen, könntest du dir schon mal eine Liste an inspirierenden Inhalten raussuchen, die du am Wochenende anschauen oder anhören möchtest. Bestelle dir ein Karriere-förderndes Buch (einige meiner Lieblingsbücher zum Thema Karriere gibt es hier) und abonniere einen YouTube Kanal, der dir mehr Wissen vermittelt als die Technik zum perfekten Lidstrich – den HowSheDoes YouTube Kanal, zum Beispiel.

13. Auf Onlinemagazinen über News in deiner Branche informieren

Endlich hast du Zeit, den abonierten Fachnewsletter zu lesen, anstatt direkt auf Löschen zu klicken. Scroll doch auch mal durch für deinen Arbeitsbereich und deine Branche relevanten Onlinemagazine. Vor allem wenn du in der Digitalbranche arbeitest, ist es wichtig up to date zu bleiben, um mitreden zu können und relevanten Input an dein Unternehmen zu geben. Nutze die freie Zeit, um aufzuholen und mit deinem Wissen beim nächsten Meeting zu glänzen.

14. Interessante Artikel und News mit deinen Kollegen teilen

Und wenn du schon dabei bist, teile interessante Artikel mit deinen Kollegen. Entweder per Mail oder teile sie auf Xing oder LinkedIn. Es gibt kaum bessere Wege, um zu zeigen, wie involviert du bist – #Ilovemyjob. Schau dir auch an, was Wettbewerber machen, erstelle und eine kleine Benchmark Analyse, die du an deine Abteilung und an deinen Vorgesetzten verschickst. Was machen Wettbewerber aktuell anders als dein Unternehmen, wo muss man aufholen? Bonuspunkte ahoi und ein weiteres Argument für die anstehende Gehaltsverhandlung.

15. Sich selbst neue Aufgaben suchen

Ganz ehrlich, gibt es wirklich nichts zu tun? Die Fähigkeit von Leuten, die ihre Karriere wirklich vorantreiben, ist es nicht, immer darauf zu warten, bis ihnen Aufgaben und Projekte zugewiesen werden, sondern sich selbst neue Aufgaben zu suchen und damit proaktiv zu zeigen, dass sie weiterdenken und engagiert ihr Unternehmen voranbringen wollen. Der Satz „Das ist nicht meine Aufgabe“ ist ein No-Go. Also, überleg dir, was man in deinem Unternehmen verbessern könnte, was deine Abteilung besser machen kann, welche neuen Kunden du angehen könntest. Packe alles in eine Präsentation, gehe damit zu deinem Vorgensetzen und glänze als Mitarbeiterin des Monats.

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