JOB UND KARRIERE

Karriere Quick Tipp: Muss ich jede E-Mail mit einer Anrede beginnen?

Ein großer Teil unserer beruflichen Gespräche läuft über E-Mail. Und manchmal gehen innerhalb kurzer Zeit mehrere Antwort-E-Mails hin und her.

 

Lieber Herr Meyer,
anbei finden Sie das angeforderte Angebot zu Ihrer Anfrage…
 
Liebe Frau Schön,
vielen Dank, ich werde mir das Angebot heute anschauen. Könnten Sie mir auch noch die Präsentation zuschicken?
 
Lieber Herr Meyer,
sehr gerne, im Anhang finden Sie die Präsentation.
 
Liebe Frau Schön,
vielen Dank, bis wann brauchen Sie Feedback?

 

So langsam wird´s komisch oder? Außer, dass man sich an dieser Stelle überlegen sollte, ob ein kurzes Telefonat nicht mehr Sinn machen würde, fängt man spätestens ab der vierten E-Mail an, sich zu fragen, ob man jede E-Mail mit einer Begrüßung anfangen muss. Schließlich ist das ja schon eher ein fließendes Gespräch und da fängt man ja auch nicht jeden Satz mit einem Hallo an. Gleichzeitig will man nicht unhöflich sein, was ist also richtig?

Mit einer Anrede kann man grundsätzlich nicht viel falsch machen, vor allem wenn es sich um ein förmliches Geschäftsverhältnis handelt. Trotzdem gibt es Situationen, in denen man auch mal darauf verzichten kann. Ob eine Folge-E-Mail wiederholt mit einer förmlichen Anrede anfängt, hängt vor allem von drei Faktoren ab:

 

1. Zeitabstand

Wenn E-Mails in kürzester Zeit hin und her gehen, ist es durchaus ok, bei wiederholter Antwortmail auf die Anrede zu verzichten.

Wenn allerdings ein längerer Abstand zwischen den E-Mails liegt, du also zum Beispiel erst am nächsten Tag antwortest, macht eine Anrede immer Sinn. Denn mit dem Zeitabstand innerhalb der Konversation startet quasi ein neues Gespräch, weshalb eine erneute Begrüßung angemessen ist.

 
2. Länge und Absicht der E-Mail

Wenn deine E-Mail einer längeren Ausführung bedarf, macht eine Anrede immer Sinn. Ein langer Text ohne einleitende Anrede sieht seltsam aus, auch wenn es deine vierte Antwort in kürzester Zeit ist.

Auch hängt es davon ab, ob du Initiator oder Empfänger der Information bist. Als Initiator solltest du immer eine Anrede voranstellen, als Empfänger nicht unbedingt.

Beispiel:

 

Lieber Herr Meyer,
im Anhang finden Sie die Präsentation
 
-Danke

 

3. Hierarchieverhältnis

Es ist wie es ist, solange jemand Ranghöheres jede E-Mail mit einer Anrede beginnt, solltest auch du dabei bleiben, um nicht respektlos zu wirken. Erst wenn deine Chefin aufhört Anredefloskeln zu verwenden, kannst du dir überlegen es auch zu lassen (siehe Punkt 1 und 2). Wobei ich sogar dann nicht darauf verzichten würde. Wenn es nicht zu steif werden soll, reicht auch ein einfaches „Hallo…“ oder „Lieber…“ um die Form etwas aufzulockern und trotzdem zu wahren.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.