JOB UND KARRIERE

Diese 6 Fehler machst du im Vorstellungsgespräch

Die größte Hürde hast du hinter dir: Das Bewerbungsschreiben. Du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen und hälst damit das goldene Ticket für deinen Wunschjob in der Hand. Jetzt geht es nur darum, es auch zu behalten.

Grundsätzlich kannst du entspannt sein, deine Bewerbung ist gut angekommen, du scheinst für den Job qualifiziert zu sein. Trotzdem gibt es ein paar Tücken, die dich entweder wieder aus dem Rennen schmeißen oder dich im Gespräch in die schwächere Verhandlungsposition bringen.

Hier sind sechs Fehler im Bewerbungsgespräch, die du vermeiden solltest:

 

Du hast keine Ahnung wo du bist und mit wem du sprichst

Was ist unser Lieblingsthema? Richtig, wir selbst. Anstatt dich nur darauf zu konzentrieren, dich selbst positiv zu präsentieren, richte den Spot auch immer wieder auf das Unternehmen und dein Gegenüber. Zeig, dass du dich mit der Geschichte und der Philosophie des Unternehmens beschäftigt hast und binde das in deine Argumente ein. Die Frage „warum gerade unser Unternehmen“ wird immer noch häufig gestellt und in vielen Fällen wissen Bewerber nicht was sie darauf antworten sollen, weil sie das Geschäftsfeld des Unternehmens gar nicht kennen. Indem du vorab auf der Unternehmensseite surfst und dich mit dem Unternehmen beschäftigst, bist du darauf gut vorbereitet.

Wenn du vorher weisst, wer dein Geschprächspartner sein wird, google die Person, schau dir das Xing Profil oder Social Media Kanäle an. Vielleicht gibt es Gemeinsamkeiten oder andere Dinge, auf die du lobend eingehen kannst. Das steigert die Sympathie und die wiederum ist ein großer Faktor, wenn es darum geht, wer den Job bekommt.

 

Du hast dich auf die Standardfragen nicht vorbereitet

Es geht nicht darum, alles auswendig zu lernen, aber vor allem wenn du noch unerfahren bist, macht es Sinn dich auf wahrscheinliche Bewerbungsfragen im Vorstellungsgespräch vorzubereiten und wenigstens einen roten Faden und die wichtigsten Eckpunkte, Argumente und witzige Anmerkungen (ja wirklich) im Kopf zu haben. Das gibt dir Selbstsicherheit und verhindert, dass du dich aus Verlegenheit um Kopf und Kragen redest.

Das sind typische Fragen, auf die du vorbereitet sein solltest:

Erzählen Sie etwas über sich

Was sind Ihre Stärken/Schwächen?

Warum haben Sie gekündigt?/Warum wurde Ihnen gekündigt?

Warum eignen gerade Sie sich für diese Stelle?

Was möchten Sie verdienen?

Haben Sie noch weitere Fragen?

 

Du druckst bei der Gehaltsfrage rum

Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Bewerber unvorbereitet auf diese Frage sind, obwohl sie zu 100% im Laufe des Vorstellungsgesprächs gestellt wird. Setze dir also vor dem Bewerbungsgespräch eine klare Zahl oder Spanne, was du verdienen willst. Nennen deine Gehaltsvorstellung ohne zu zögern, rumzudrucksen und verlegen auf dem Stuhl hin und her zu rutschen. Deine Arbeit hat einen Wert, dafür musst du dich nicht schämen, geh also selbstbewusst damit um. Je klarer und selbstbewusster du deine Vorstellung nennst, desto wahrscheinlicher bekommst du auch, was du dir vorstellst.

Hier ein Video zum Thema „Wie antworte ich auf die Gehaltsfrage“:

 

Dein Outfit passt nicht zum Unternehmen

Beschäftige dich vorher damit, welcher Style branchentypisch ist und wie die Mitarbeiter sich im Unternehmen kleiden (Social Media Kanäle). Wenn im Unternehmen Fashion und Style einen wichtigen Stellenwert haben, solltest auch du dir bei der Outfitwahl für das Vorstellungsgespräch ein paar Gedanken machen. Ich hatte mal ein Vorstellungsgespräch bei einer Fashion PR-Agentur und wurde vorab von der Agenturchefin von oben bis unten ausgecheckt.

Aber auch wenn die Unternehmenskultur locker ist, solltest du dich der Situation angemessen respektvoll und dezent anziehen. Der Fokus sollte immer auf dir liegen und nicht auf deinem Outfit.

 

Du achtest nicht auf deine Körperprache

Ich erinnere mich noch mit Schaudern an ein Vorstellungsgespräch bei einer großen Modemarke, bei dem ich so nervös gewesen bin, dass ich die ganze Zeit auf dem Stuhl hin und her gerutscht und wild gestikuliert habe, um meine Nervösität zu überspielen. Irgendwann habe ich mich dann sogar auf meine Hände gesetzt, um sie unter Kontrolle zu bringen – ich habe den Job nicht bekommen.

Wir können unsere Gestik und Mimik nicht die ganze Zeit kontrollieren, aber es hilft sich während des Vorstellungsgesprächs immer mal wieder bewusst zu machen:

Wie sitze ich? Aufrecht oder zusammengesackt?

Wo sind meine Hände und Füße?

Lächle ich beim Sprechen?

Mache ich Blickkontakt?

 

Du lästerst über deinen alten Arbeitgeber

Auch das ist ein klassischer Fehler, den viele Bewerber begehen: negative Emotionen und Lästereien über den alten Arbeitgeber und Kollegen als Begründung für die Kündigung mit einbringen. Viele erhoffen sich davon Verständnis, erreichen aber genau das Gegenteil.

Natürlich kannst du anbringen, dass du dich selbst im Unternehmen nicht mehr weiterentwicklen konntest oder das Unternehmen strtegisch einen Weg eingeschlagen hat, den du nicht mitgehen wolltest, aber halte deine Aussagen professionell und ohne persönliche Emotionen. Ansonsten werfen negative Aussagen kein schlechtes Licht auf deinen ehemaligen Arbeitgeber, sondern auf dich selbst.

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